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Empfängnisverhütung

  • Empfängnisverhütung (Pille, Kupferspirale, Hormonspirale, Hormonimplantat, Dreimonatsspritze, Nuvaring, Verhütungspflaster, Sterilisation bei abgeschlossene Familienplanung)

SPIRALE

Für Frauen, die eine sichere Verhütung über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren wünschen. Die Wirksamkeit dieser Verhütung wird nicht durch die Einnahme von Medikamenten, durch Erkrankungen wie beispilweise Durchfall oder Erbrechen, Einnahme- oder Anwendugsfehler beeinträchtigt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Hormonspiralen und Kupferspiralen.

 

KUPFERSPIRALE (INTRAUTERINPESSAR): FlexiT, Kupferkette (Gynefix), Kupferperlenball, Kupfer/Goldspiralen

Intrauterinpessare (IUP) sind mit Kupfer beschichtete Kunststoffträger, auch Kupferspiralen genannt. Sie geben ständig eine geringe Menge Kupfer in die Gebärmutterhöhle ab. Diese Menge ist für den Menschen unbedenklich. Solche Spiralen stören die Beweglichkeit der Spermien und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Sie beeinträchtigen somit eine erfolgreiche Befruchtung und hemen die Einnistung einer Frucht in die Gebärmetterschleimhaut.

Pearl Index: 0,9-3

 

Vorteile:

  • Der Körper wird hormonell nicht beeinflusst

  • Langfristiger Schutz vor einer Schwangerschaft; Kann  bis 5 Jahren liegen bleiben;

  • Nach Entfernung der Spirale kann sofort eine Schwangerschaft eintreten

  • Keine Beeinträchtigung bei Erbrechen oder Durchfall

  • Anwendung während des Stillens möglich

 

Nachteile:

  • die Regelblutungen können in den ersten 3 bis 6 Monaten verstärkt und verlängert sein
  • Zwischenblutungen können auftreten

  • Falls bei liegender Kupferspirale Anzeichen einer Entzündung beispielsweise Fieber unbekannter Ursache oder plötzlich einsetzende Unterleibsbeschwerden, Ausfluss und/oder Schmierblutungen, auftreten sollten Sie sich in der Praxis vorstellen
     

 

GyneFix® KUPFERKETTE

Die GyneFix Kupferkette ist eine moderne Verhütungsmethode ohne Hormone, die viele Vorteile bietet. Sie ist in der Form flexibel und besteht aus 4-6 Kupferhülsen aufgehängt an einem Kunststofffaden, . das in die Gebärmutterwand implantiert wird. Durch ihre optimale, individuelle Passform und eine sichere Fixierung sind eine Fehlstellung, ein Verrutschen oder eine unbemerkte teilweise Ausstoßung aus der Gebärmutter sehr selten.
Da sie hormonfrei eine sichere Verhütung ermöglicht und nicht verändernd in den natürlichen Zyklus der Frau eingreift, wurde die GyneFix Kupferkette zu einem der beliebtesten Verhütungsmittel für Frauen jeder Altersgruppe

FÜR WEN IST GyneFix® GEEIGNET?

• Frauen jeden Alters
• Besonders auch junge Frauen
• Frauen, die keine Hormone anwenden möchten
• Frauen, die hormonelle Verhütungsmethoden (Pille, Verhütungsring, Hormonspirale, etc.) nicht vertragen
• Risiko-Gruppen (Raucherinnen, Thrombose-Neigung, Diabetes, Migräne mit Aura, Übergewicht, Bluthochdruck, Depressionen)
• Frauen nach der Geburt und in der Stillzeit
• Frauen, die bezüglich einer Sterilisation unentschlossen sind
• Frauen, die GyneFix zur Notfallverhütung anstatt der „Pille danach“ einsetzen möchten
 

GyneFix VORTEILE

• Empfängnisschutz für 5 Jahre
ohne täglich daran denken zu müssen
• 99,9% Verhütungssicherheit
Anwendungsfehler wie Vergessen, Erbrechen/Durchfall, Wechselwirkungen und Verhütungsfehler sind nicht mehr möglich. Pearl-Index: 0,1 - 0,5.
• Hormonfreie Verhütung
Keine systemischen Nebenwirkungen oder Belastungen für das Herz-Kreislaufsystem. Keine Gewichtszunahme, Hautveränderungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (z.B. Antibiotika).
• Für nahezu jede Frau geeignet
Aufgrund sehr kleiner Form ist die GyneFix Kupferkette für Frauen jeder Altersgruppe geeignet; Einsatz ab erster Menstruationsblutung möglich.
• Neuartige Verankerung
Dadurch kein Verrutschen mehr möglich und keine unnötigen Reizungen, wie bei herkömmlichen T-förmigen Spiralen.
• Hoher Tragekomfort
• Hohe Zufriedenheitsquote der GyneFix Anwenderinnen
• Der natürliche Zyklus bleibt erhalten
• GyneFix als Notfallverhütung eine sichere Alternative zur Pille danach
 

WIE WIRD GyneFix® EINGELEGT?

1. Beratung & Voruntersuchung
Zunächst wird eine eingehende Beratung und Voruntersuchung mit Ultraschall durchgeführt. So prüfen wir, ob die GyneFix Kupferkette bei Ihnen eingelegt werden kann. Ebenso wird der Termin für die Einlage mit Ihnen abgestimmt.
2. Einlage der GyneFix® Kupferkette
Wir legen GyneFix mit einer nahezu schmerzfreien Technik ein. Hierzu verwenden wir ein lokales Betäubungsmittel.
Mit einem speziellen Applikator wird die GyneFix Kupferkette eingesetzt und über einen winzigen Anker am oberen Ende der Gebärmutter im Muskelgewebe fixiert. Der Eingriff dauert nur etwa 10 Minuten.
In der anschließenden Nachuntersuchung kontrollieren wir noch einmal den präzisen Sitz.
Sofortige Wirkung
Die verhütende Wirkung von GyneFix beginnt sofort nach dem Einsetzen.
Es ist jederzeit möglich, die Kupferkette wieder zu entfernen, wenn z.B. eine Schwangerschaft gewünscht wird.

http://www.gyn-pasha.at/de/wahlarztinfo
https://www.gynial.com/de/hormonfrei/kupferkette/uebersicht/

 

HORMONSPIRALE SPEZIELL FÜR JUNGE FRAUEN (Jaydess® Kyleena®)

 

Kyleena - niedrig dosiert und hoch wirksam 5 Jahre verhüten

5-Jahres - Pearl Index: 0,29

  • Wirksamkeit unabhängig von Alter und Parität
  • Wirksamkeit ist unabhängig von einer täglichen Einnahme.

Östrogenfrei und niedrig dosiert


  • Wirkt vorwiegend lokal und ist östrogenfrei

  • Durchschnittliche LNG - Freisetzungsrate wärend des ersten Jahres: 12µg/24 Stunden
  • ·Bei den meisten Frauen kommt es weiter zum Eisprung
  • Endogene Estradiolwerte bleiben häufig unbeeinflusst

Klein, mit schmalem, flexiblem Inserter

  • Kleinstes erhältliches 5- Jahres IUS

  • Bei 9 von 10 nulliparen und paren Frauen wird die Einlage von GynäkologInnen als "einfach" eingestuft.

     

Jaydess

Pearl Index: 0,33

 

Vorteile:

  • neue Verhütungsmethode speziell für die junge Frau dar, die noch keine Kinder geboren haben

  • Langzeitverhütung für drei Jahre

  • Blutungsdauer und -stärke sowie die Schmerzen sind vermindert

  • Schutz vor Infektionen der Gebärmutter und Eileiter, aufgrund der Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims

 

  • Schutz vor Infektionen der Gebärmutter und Eileiter, aufgrund der Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims.

 

    Nachteile:

  • in den ersten 6 Monaten nach Einlage können Blutungsstörungen mit unregelmäßigen Blutungen und Zwischenblutungen auftreten

 

HORMONSPIRALE MIRENA®

Hormonspirale (Mirena, Kyleena, Jaydess und Levosert)

Pearl-Index: 0,2

 

 Wirkweise:

Hormonhaltige Kunststoffspirale (T-Form: 28-32mm Länge; Breite der Arme 32mm). Hormonwirkung (nur Gestagen) vorwiegend lokal (in der Gebärmutter). Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird. Vermindert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, verhindert die Einnistung einer Schwangerschaft.

 

Vorteile:

Langfristiger Schutz vor einer Schwangerschaft. Kann bis zu 5 Jahre liegen bleiben. Keine Beeinträchtigung bei Erbrechen oder Durchfall, geringere und weniger schmerzhafte Periodenblutung.  Anwendung in der Stillzeit möglich. Bei Thromboseneigung meist anwendbar; Kein Östrogen.

 

Nachteile:

Oft Schmierblutung in den ersten 6 Monaten der Anwendung.  Regelmäßige Kontrollen durch den Facharzt.

 

Für wen geeignet:

Für Frauen, die eine langfristige Verhütung möchten. Optimal nach Geburt eines Kindes. Verhütung in der Stillzeit. Frauen mit starker Periodenblutung. Wunsch nach sicherer Verhütung.

   DIE EINLAGE VON SPIRALEN

Das Einsetzen in die Gebärmutter erfolgt vorzugsweise während der letzten Tag der Regelblutung oder erzten Tag nach der Regelblutung, da dann der Gebärmutterhals leicht geöffnet sowie eine Schwangerschaft mit großer Sicherheit ausgeschlossen ist. Ein unauffälliger Krebsabstrich, der nicht älter als 6 Monate ist, sollte vorliegen.

Vor der Einlage wird eine Infektion der Scheide ausgeschlossen. Dann werden zunächst die Scheide und der Gebärmuttermund desinfiziert, die Gebärmutterlänge wird mit einer dünnen Sonde gemessen. Anschließend wird die Spirale vorsichtig durch den Gebärmuttermund in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Zum Schluss werden die Rückholfäden auf die passende Länge gekürzt. Beim Einlegen und auch in den ersten Tagen danach kann vorübergehend ein Ziehen im Unterleib auftreten. Dieses klingt nach kurzer Zeit wieder ab. Vor dem Einsetzen einer Spirale kann ein Schmerzmittel gegeben werden oder eine örtliche Betäubung vorgenommen werden.

 

 

 

KOMBINIERTE HORMONELLE VERHÜTUNGSMETHODE

„Die Pille“ ist in den Industrienationen, das am häufigsten verwendete Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft. Alle Kombinationspillen enthalten ein Östrogen und ein Gestagen.

Kombinierte hormonelle Verhütungsmethode gibt es aber nicht nur in Form der Pille sondern auch als Verhütungsring (vaginal) oder als Hormonpflaster.

 Die kombinierten hormonellen Verhütungsmethoden sind nicht für alle Frauen geeignet. Beispielsweise für Frauen mit Bluthochdruck, Z.n. Thromboembolie, Z.n. tiefer Venenthrombose, Migräne in Verbindung mit neurologischen fokalen Symptomen, Raucherinnen über 35 Jahre, während langfristiger Bettlägrigkeit nach großen Operationen, bei bekannter Thrombophilie, schweren Fettstoffwechselstörungen, Lebererkrankungen oder während der Stillzeit, stellen sie eine nicht geeignete Methode dar.

Die Wirksamkeit ist bei korrekter Anwendung mit einem Pearl Index <= 1 sehr hoch. Trotzdem kommt es gelegentlich zu “Versagern”, wenn sie nicht richtig angewendet werden, oder wegen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

 

 

Medikamente, die die Sicherheit kombinierter hormoneller
Verhütungsmethoden herabsetzen:

Tuberkulostatika (Rifampicin), Antimykotika (Griseofulvin), Antidepressiva (Imipramin), Johanniskraut, Antihistaminika (Cimetidin), Antiepileptika (Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Phenytoin, Oxacarbazepin, Felbamat, Topiramat)

und nachfolgende Antibiotika:

  • Penicilline (Amoxicillin, Pieperacillin, Benzylpenicillin, Phenoxymethylpenicillin, Flucloxacillin, Clavulansäre, Tazobactam)

  • Tetracycline (Doxycyclin, Minocyclin, Demeclocyclin, Lymecyclin, Tigecyclin)

  • Cephalosporine (Cefaclor, Cefazolin, Cefuroxim, Cefamandol, Cefotaxim, Ceftriaxon, Cefixim, Ceftibuten, Cefpodoxim, Ceftazidim, Cefprozil, Cefepim, Ceftobiprol)

  • Chloramphenicol

 

  • Sulfonamide (Sulfadiazin, Sulfamethoxazol – Cotrimoxazol, Sulfasalazin)

  • Nitroimidazole (Metronidazol, Ornidazol, Tinidazol)

  • ev. Makrolidantibiotika (Azithromycin, Clarithromycin, Erythromycin, Roxithromycin, Spiramycin)

  • Weitere Einflüsse, die die Wirksamkeit der oralen Kontrazeptiva herabsetzen (gilt nicht für den Vaginalring und das Hormonpflaster): Z.n. Magenbypass Operation, Magenentzündungen, Darmentzündungen, Zöliakie, Morbus Crohn, Mukoviszidose, Durchfall, Erbrechen.

 

PILLE MIT NATURNAHEM ÖSTROGEN

Pearl Index: 0,4

 

Vorteile:

  • kurze, leichte Regelblutung

  • enthält ein Östrogen, das mit dem natürlichen Hormon im Körper identisch ist

  • bei vergessener Pille Einnahme bis 12 Stunden später möglich

 

Nachteile:

  • tägliche Einnahme erforderlich

  • möglicher Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen und Gabe von anderen Medikamenten

 

PILLE MIT ETHINYLESTRADIOL

Pearl Index: 0,1-0,9

Vorteile:

  • kurze, leichte Regelblutung

  • enthält ein Östrogen, das mit dem natürlichen Hormon im Körper identisch ist

bei vergessener Pille Einnahme bis 12 Stunden später möglich

 

Nachteile:

  • tägliche Einnahme erforderlich

  • möglicher Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen und Gabe von anderen Medikamenten

 

 

PILLE MIT ETHINYLESTRADIOL

Pearl Index: 0,1-0,9

 

Vorteile:

  • meist schwächere und weniger schmerzhafte Blutung

  • mögliche zusätzliche Wirkungen z.B. bei Akne

  • regelmäßiger Zyklus

  • bei vergessener Pille Einnahme bis 12 Stunden später möglich

 

Nachteile:

  • tägliche Einnahme erforderlich

 

  • möglicher Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen und Gabe von anderen Medikamenten

 

 

VERHÜTUNGSRING

Der Vaginalring zur Verhütung gibt kontinuierlich Hormone ab, die über die Vaginalschleimhaut aufgenommen werden.

Der Ring besteht aus Kunststoff  wird in die Vagina eingeführt und nach drei Wochen wieder entfernt. In den folgenden sieben Tagen ohne Ring setzt eine menstruationsähnliche Blutung ein.

Pearl Index: 0,6-1,0

 

Vorteile:

  • einsetzen bzw. entfernen nur einmal im Monat

  • geringe Östrogendosis durch lokale Anwendung

  • Zyklusstabilität

  • kein Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen und Gabe bestimmter Antibiotika (Amoxicillin und Doxycyclin)

 

Nachteile:

  • ev. Fremdkörpergefühl (selten)

 

HORMONPFLASTER

Das Hormonpflaster gibt die Wirkstoffe ab, welche über die Haut aufgenommen werden. Die Wirkung hält 7 Tage d.h. Es muss einmal pro Woche gewechselt werden.

Pearl Index: 0,9

 

Vorteile:

  • regelmäßiger Zyklus

  • dreimal im Monat Aufkleben bzw. Entfernen

  • kein Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen

 

Nachteile:

  • Hautreizung möglich

  • bei einem Körpergewicht über 90 kg Zuverlässigkeit eingeschränkt

  • Pflaster ist sichtbar

 

ÖSTROGENFREIE HORMONELLE VERHÜTUNGSMETHODEN

 

  • Diese Verhütungsmethoden enthalten als Hormon nur Gestagene (Gelbkörperhormone). Für Frauen, die unter Nebenwirkungen, die durch Östrogene hervorgerufen werden, leiden wie z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen können von dieser Pille profitieren. Es ist aber zu beachten, dass sich das monatliche Blutungsmuster ändern kann (z.B. Ausbleiben der Regelblutung, Zwischenblutungen).

 

MINIPILLE

Diese enthalten als Wirkstoff das Gelbkörperhormon Desogestrel. Diese Verhütungsmethode ist geeignet für Frauen, die Stillen, aber auch für Frauen mit Risikofaktoren, wie z.B. Adipositas, Migräne, Bluthochdruck, Nikotinkonsum oder Thrombophilie. Ein Hauptproblem dieser Verhütung ist das Auftreten irregulärer Blutungen bei ca. 15 - 20 % der Anwenderinnen.

Pearl Index: 0,5-3,0

Vorteile:

  • geringe Hormondosis

  • Einnahme während der Stillzeit möglich

Nachteile:

  • Änderung des Blutungsmusters

  • Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen möglich

  • bei vergessener Pille ist die Einnahme nur innerhalb von 3 Stunden möglich

 

VERHÜTUNGSSTÄBCHEN

Es besteht aus einem Kunststoff-Stäbchen (4 cm lang und 2 mm dünn), welches 68 mg des Gelbkörperhormons Etonogestrel enthält. Die dauerhafte Abgabe einer kleinen Menge dieses Gelbkörperhormons verhindert ähnlich wie die Pille den Eisprung. Es wird unter die Haut an der Innenseite des Oberarms eingesetzt. Die Einlage erfolgt am Tag 1-5 der Regelblutung unter Verwendung eines speziellen Applikators in örtlicher Betäubung. Während der ersten 7 Tage nach Einlage sollte bei Geschlechtsverkehr noch eine zusätzliche Methode zur Schwangerschaftsverhütung (z. B. ein Kondom) angewendet werden. Bei der Entfernung muss das Implantat in örtlicher Betäubung unter der Haut hervorgeholt werden.

Pearl Index: 0,0-0,1

 

Vorteile:

  • niedrige Hormonzufuhr

  • kein Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen

  • Auch während der Stillzeit zu verwenden
  • Anwendung nur einmal alle 3 Jahre

 

Nachteile:

  • Änderung des Blutungsmusters

  • Einsetzen und Entfernen im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs unter lokaler Anästhesie

  • bei Übergewicht kann die Wirkung im 3. Jahr der Anwendung reduziert sein
  • Nebenwirkungen wie Akne, Kopfschmerzen, Brustspannen und Gewichtszunahme können auftreten

 

DREIMONATSSPRITZE

Die Dreimonatsspritze besteht aus einer Fertigspritze mit einem Gestagen. Der Wirkstoff wird in den Gesäßmuskel injiziert. Bei diesem Verfahren wird einerseits die Eireifung gestört und der Eisprung gehemmt, anderseits verhindern hormonbedingte Veränderungen am Gebärmutterhalsschleim den Durchtritt von Spermien. Auf längere Sicht kann die 3 Monats-Spritze zu einer Abnahme der Knochendichte führen. Damit steigt das Risiko für die Erkrankung Osteoporose. Die 3-Monats-Spritze sollte daher nicht länger als 2 Jahre angewandt werden.

Pearl Index: 0,3-1,4

 

Vorteile:

  • kein Wirkungsverlust bei Durchfall / Erbrechen

  • während der Stillzeit anwendbar

  • Verhütungssicherheit bei Anwenderinnen, die infolge einer Epilepsie Medikamente einnehmen müssen

  • verhindert zyklusabhängige Migräne

 

Nachteile:

  • Änderung des Blutungsmusters v.a. In den ersten 6 Monaten Neigung zu Regelstörungen, später kann die Blutung ganz ausbleiben

  • nach Absetzen kann das Wiedereinsetzen des regelmäßigen Eisprungs verzögert sein

  • Verringerung der Knochendichte möglich, daher nicht länger als 2 Jahre anwenden

  • als Nebenwirkungen können Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Nervosität auftreten